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F27-Crash

Am 12.9.1964, gerade mal ein halbes Jahr nach ihrer Auslieferung, Verunfallte die noch neue Balair Fokker F27, HB-AAI, in Malaga und wurde schwer beschädigt – „beyond economical repair“ – wie man so schön sagt.

Im Landeanflug nach AGP entspann sich im Cockpit eine Diskussion über den Gebrauch des Ground Fine Pitch (eine Art Reverse-Funktion des Propellers) bei der Landung. Der Captain war überzeugt, dass er bereits vor dem Touch-down aktiviert werden könne, aber der Co-Pilot, mit dem AFM wohl noch besser vertraut, insistierte darauf, dass er erst nach Aufsetzen, mit den Haupträdern auf dem Boden, betätigt werden dürfe. Der Pilot in Command bestand darauf, aber der Co-Pilot hatte dann eben doch recht: Die Landedistanz fiel unerwartet kurz aus! Die Landung war so hart, dass beide Flügel abrissen und die gute HB-AAI lediglich auf dem Rumpf rutschend zum Stillstand kam.

Die geschockten Passagiere verliessen die Maschine über die Türe, ebenerdig. Glücklicherweise waren keine Opfer zu beklagen.

Der Mechaniker und spätere F/E DC6, Fritz Schöpfer, wurde nach AGP delegiert, um alle brauchbaren Teile zu demontieren. Er musste in jener Woche den Schraubenzieher „nur noch nach links drehen“, wie er berichtete…

Eine lustige Geschichte im Nachhinein: 55 Jahre nach diesem Unfall erhielt ich ein E-Mail eines Lesers dieser Website, der mir erzählte, dass seine Eltern auf diesem Flug gewesen seien, und seine Mutter sei gerade mit ihm schwanger gewesen! Leider wollte er mir nicht über Erzählungen seiner Eltern berichten.

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